Fortbildungsinstitut Regensburg - Termine

Schnittstellentherapie: Therapie bei komplexen Störungsbildern

Dr. Silke Kruse

Kinder, die Auffälligkeiten in mehreren Sprachbereichen haben, beschäftigen uns in diesem Seminar. Ein Einstieg in die Schnittstellentherapie kann bereits mit jungen Kindern erfolgen. Stärker im Blick haben wir aber Kinder am Übergang vom Vorschul- zum Schulalter oder auch Grundschulkinder. Diese Kinder haben bereits etliche Sprachfähigkeiten erworben, allerdings lückenhaft und nicht so sicher wie erwünscht. Grammatische Strukturen, ein spezifischer Wortschatz, die phonologische Bewusstheit oder auch das Kommunikationsverhalten können von den Auffälligkeiten betroffen sein.
In der Therapieplanung ergeben sich häufig Fragen, in welchem Bereich die Therapie beginnen sollte, wie sprachspezifisch oder allgemein fördernd die Therapie ausgerichtet sein sollte und ob die Therapie zu den einzelnen Sprachbereichen nacheinander oder zeitgleich erfolgen sollte. Hier kann die modellgeleitete Schnittstellentherapie Antworten liefern.
Die Arbeit an Schnittstellen bedeutet, dass mit einer therapeutischen Intervention mehrere Sprachbereiche gleichzeitig angeregt werden und so eine effektive Therapie angeboten wird. Welche Schnittstellen in welchen Entwicklungsphasen besonders förderlich therapiert werden können, besprechen wir anhand von Beispielen zu der natürlichen und auffälligen Sprachentwicklung.

Ziel des Seminars
Im Seminar wird vermittelt, wie sich eine Therapie bei Kindern, die in mehreren Sprachbereichen mehr oder weniger auffällig sind, günstig und theoriegestützt aufbauen lässt. Insbesondere soll die Frage, welche Behandlungsschritte wann einzuleiten sind, beantwortet werden.

Zielgruppe
LogopädInnen, SprachtherapeutInnen mit abgeschlossener Berufsausbildung

Referentin: Dr. Silke Kruse

Preis pro Teilnehmer: 340.- Euro - Anmeldeschluss 4 Wochen vor Veranstaltungsbeginn
Ort: Ibis City Hotel, 20.11. von 14:00 - 19:00 Uhr, 21.11. von 09:00 - 16:00 Uhr
Wasser, Pausenverpflegung sind im Seminarpreis inbegriffen, bei ganztägigem Unterricht auch ein Mittagsmenü

14 Fortbildungspunkte

Vita Dr. Silke Kruse

Ausbildung zur Logopädin 1985-1988 in Erlangen. Studium der Linguistik, Universität Erlangen-Nürnberg, Dissertation zum Thema Dysgrammatismus. Hierzu ist nach der Dissertation auch ihr Buch „Kindlicher Grammatikerwerb und Dysgrammatismus“ entstanden.
Seit 1996 bildet Silke Kruse Studentinnen und Kolleginnen in den Themen Kindlicher Dysgrammatismus, Late Talker und ungestörter Spracherwerb weiter. In eigener Praxis praktiziert sie seit 2004 in Erlangen und erhielt 2007 die Anerkennung zur Lerntherapeutin (LRS).

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