Fortbildungsinstitut Regensburg - Termine

Lautsprachunterstützende Gebärden in der Sprachtherapie

Dr. Alisa Rudolph

Kinder mit Intelligenzminderung oder Entwicklungsstörungen, aber auch Kinder mit spezifischen Sprachentwicklungsverzögerungen machen häufig die Erfahrung nicht ausreichend kommunizieren zu können, um ihre Wünsche und Bedürfnisse mitzuteilen. Lautsprachunterstützende Gebärden können für sie eine geeignete Möglichkeit darstellen, ihre kommunikativen Fähigkeiten zu verbessern.
Beim Einsatz der Gebärden in der Interaktion mit diesen Patienten geht es um viel mehr als nur um die Anbahnung von Sprache oder um die Ersetzung der (noch) nicht entwickelten Lautsprache. In dieser Fortbildung sollen die vielfältigen Möglichkeiten des Gebärdeneinsatzes in der Sprachtherapie thematisiert werden. Es wird auf unterschiedliche Therapieziele eingegangen: neben Sprachanbahnung und Wortschatzaufbau mit Gebärden auch Artikulationstherapie, Sprachverständnistherapie, grammatikalische Therapie und auditive Differenzierung. Anhand von praktischen Übungen und Spielen werden eine Reihe an Gebärden erlernt. Der besondere Fokus liegt im gemeinsamen Ausprobieren der Gebärden. Jede(r) TeilnehmerIn soll am Ende Lust haben, die Hände beim Sprechen in der Sprachtherapie einsetzen zu wollen und sich ein Grundvokabular an Gebärden angeeignet haben.

Ziel des Seminars
Ziel ist es, den Teilnehmern Lust zu machen, ihre Hände gezielt beim Sprechen einzusetzen, sodass die Kommunikationsentwicklung der Kinder unterstützt wird.

Zielgruppe
LogopädInnen, SprachtherapeutInnen, Studierende und Schüler dieser Fachrichtungen, SonderpädagogInnen, HeilpädagogInnen


Referentin: Dr. Alisa Rudolph
Preis pro Teilnehmer: 180 Euro - Anmeldeschluss 4 Wochen vor Veranstaltungsbeginn
Ort: Ibis City Hotel, 23.02. von 09:00 - 17:00 Uhr
Wasser, Pausenverpflegung sind im Seminarpreis inbegriffen, bei ganztägigem Unterricht auch ein Mittagsmenü

8 Fortbildungspunkte

Vita Dr. Alisa Rudolph

Dr. Alisa Rudolph ist akademische Sprachtherapeutin, hat ihren Master 2011 und ihre Promotion 2018 (Thema:  Einfluss von lautsprachunterstützenden Gebärden auf das Sprachverständnis von Kindern mit Intelligenzminderung) an der LMU München abgeschlossen. Sie arbeitet schwerpunktmäßig mit Kindern mit Mehrfachbehinderungen und globalen Entwicklungsstörungen in einer sprachtherapeutischen Praxis in München. Zudem arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der LMU München, lehrt zu den Themen Gebärden und Kommunikationsförderung und ist in einem Inklusionsprojekt beteiligt.

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